327 Millionen Kinder weltweit sind erwerbstätig.
Mehr als 210 Millionen Kinder arbeiten regelmäßig mehrere Stunden.
Etwa 126 Millionen Kinder arbeiten unter ausbeuterischen Bedingungen.
Viele von ihnen schuften wie Sklaven und werden wie eine Ware gehandelt.
Ausbeuterische Kinderarbeit ist laut ILO-Konvention 182
- Sklaverei und Schuldknechtschaft und alle Formen der Zwangsarbeit
- Arbeit von Kindern unter 13 Jahren
- Kinderprostitution und -pornographie
- der Einsatz von Kindern als Soldaten
- illegale Tätigkeiten, wie z. B. Drogenschmuggel
- Arbeit, die die Gesundheit, die Sicherheit oder die Sittlichkeit gefährdet, also z. B. Arbeit in Steinbrüchen, das Tragen schwerer Lasten, sehr lange Arbeitszeiten und Nachtarbeit.
Geschätztes Vorkommen von arbeitenden Kindern:
- Asien und die Pazifikregion: 127,3 Millionen unter 14 Jahren
(19 Prozent der Kinder in der Region)
- Subsahara-Afrika: 48 Millionen Kinder unter 15 Jahren
(30 Prozent der Kinder in der Region)
- Lateinamerika und Karibik: 17,4 Millionen Kinder
(16 Prozent der Kinder in der Region)
- Mittlerer Osten und Nordafrika: 2,5 Millionen
(15 Prozent der Kinder in der Region)
- Entwickelte und Transitionsländer: 2,4 Millionen Kinder
Quelle: Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
Weltweit hungern rund 862 Millionen Menschen.
Das ist etwa jeder siebte Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen an Hunger, über 24.000 am Tag, etwa 17 Menschen pro Minute oder alle
3 Sekunden einer.
Betroffen sind hauptsächlich Kinder. Durch die weltweit steigenden Lebensmittelpreise werden es ständig mehr. Aktuell sprechen Experten sogar vom "neuen Gesicht des Hungers".
Quelle: Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (Stand 2007).
(auch Auftrags-, Beschaffungs-, Verdingungswesen) beinhaltet Regeln und Vorschriften über die Vergabe von öffentlichen Aufträgen, zum Erwerb von sachlichen Mitteln und Leistungen.
77 Millionen Kinder weltweit haben keine Chance zur Schule zu gehen.
Ohne Bildung haben Kinder keine Chance der Armutsfalle zu entkommen. Sie haben keine Chance auf normale Arbeit: Kinderarbeit wird zum Generationsproblem.
Quelle: Kindernothilfe
In Deutschland gewonnener Granitstein ist schlicht und nicht so farbenfroh wie der indische.
Typisch indische Farben sind Kerala Green (Grüntöne), Ruby Red (Rottöne) oder Paradiso (Naturtöne mit rötlichen, bläulichen oder gar lila Maserungen).
Quelle: XertifiX
Die Kernarbeitsnormen der ILO kommen in acht Übereinkommen zum Tragen:
Übereinkommen 87 - Vereinigungsfreiheit und Schutz des Vereinigungsrechtes, 1948
Übereinkommen 98 - Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen, 1949
Übereinkommen 29 - Zwangsarbeit, 1930
Übereinkommen 105 - Abschaffung der Zwangsarbeit, 1957
Übereinkommen 100 - Gleichheit des Entgelts, 1951
Übereinkommen 111 - Diskriminierung (Beschäftigung und Beruf), 1958
Übereinkommen 138 - Mindestalter, 1973
Übereinkommen 182 - Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, 1999
Bislang haben über 120 ILO-Mitgliedsstaaten alle Kern- oder Menschenrechtsübereinkommen ratifiziert.
Quelle: www.ilo.org/public/german/region/eurpro/bonn/ilo_kernarbeitsnormen.htm
Fast 70 Prozent der Kinder arbeiten unter gefährlichen Bedingungen, d.h. in Steinbrüchen, Minen, mit Chemikalien und Pestiziden in der Landwirtschaft oder in Fabriken an gefährlichen Maschinen.
22.000 Kinder sterben jährlich durch Arbeitsunfälle.
Quelle: ILO, unicef
Das Land mit dem größten Anteil an Kinderprostitution ist Thailand mit 33 Prozent.
Die Zahl der minderjährigen Kinder im Sexhandel wird dort auf 250.000 bis 800.000 geschätzt.
Es folgen Brasilien mit 21 Prozent und Indien mit 17 Prozent.
Deutschland hat einen Anteil von 2 Prozent.
Quelle: EarthLink
Die Zahl der Kinder, die weltweit als Soldaten missbraucht werden, liegt etwa bei 250.000. Die exakte Zahl weiß niemand genau.
Sicher ist, dass allein in Afrika mehr als 100.000 Kinder unter Waffen stehen. Diese Mädchen und Jungen erleben Schreckliches, sie sind Opfer und Täter zugleich. Körperliche und seelische Schäden begleiten sie ihr Leben lang.
Quelle: Kindernothilfe
Die Presslufthammer, mit denen Kinder in Minen arbeiten, sind oft 45 Kilo schwer, um tiefe Löcher ins Gestein bohren zu können. Kinder hantieren mit gefährlichen Sprengstoffen, um riesige Granitblöcke aus dem Fels zu sprengen.
Kinder die den ganzen Tag diesem Lärm, Staub und "Durchgeschüttelt werden" ausgesetzt sind, haben eine Lebenserwartung von 35 bis 38 Jahren.
Quelle: XertifiX
Auf den Orangenplantagen im Bundesstaat Sao Paulo, dem größten Orangenanbaugebiet der Welt, sind etwa 15 Prozent der Orangenpflücker/innen Kinder unter 14 Jahren. Außerdem schleppen und verladen diese Kinder bis zu 26 kg schwere Orangenkisten. Sie werden nach gepflückter Menge bezahlt.
Da die Arbeit auf den Plantagen Saisonarbeit ist, arbeiten die Kinder im Akkord, damit das Geld das ganze Jahr über reicht.
Neben den USA ist Brasilien der weltweit größte Orangenproduzent und -exporteur.
80 Prozent des Orangensafts, der in Österreich und Deutschland konsumiert wird, stammt aus Brasilien. Weitere produzierende Länder sind Mexiko, Indien und China.
Quelle: EarthLink
- die Zahlung fairer Preise - sie sollen eine nachhaltige Produktion sowie die Lebenshal-tungskosten decken;
- Stärkung der Produzenten und ihrer Organisationen - auch bei der Frage des Marktzugangs;
- Vorfinanzierung der Ernten auf Wunsch der Produzenten;
- Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Lieferkette;
- langfristige, stabile Handelsbeziehungen mit den Produzenten;
- Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO);
- Überprüfung der Einhaltung der Kriterien des Fairen Handels;
- umweltverträgliche Produktion und Respekt vor traditionellen Produktionsmethoden;
- Wahrung der Menschenrechte, besonderer Schutz für Frauen und Kinder;
- Aufklärungsarbeit über die Ziele des Fairen Handels.
Fair Trade Advocacy Office (2006): Handeln - anders als andere.
Erfolge und Herausforderungen für den Fairen Handel
5,7 Millionen Kinder arbeiten in Schuldknechtschaft, einer wirtschaftlichen Ausbeutung in Form sklavenähnlicher Abhängigkeit.
Das Abhängigkeitsverhältnis entsteht dadurch, dass ein Schuldner - als Sicherheit für einen Kredit - seine Arbeitskraft zur Verfügung stellen muss.
Der Gläubiger kann dabei willkürlich über die Art und die Dauer der Abhängigkeit entscheiden. Schuldknechtschaft bleibt nicht selten über Generationen bestehen.
Quelle: terre des hommes
Am Anfang eines Ratsbeschlusses steht immer ein Antrag.
So kann eine Stadtratsfraktion - etwa die CDU-Ratsfraktion, in der alle CDU-Mitglieder des Rates zusammengeschlossen sind - einen Antrag stellen.
CDA'ler innerhalb der Fraktion, der CDA-Stadtverband oder CDA-Kreisverband, können die Fraktion dazu auffordern, einen Antrag zu stellen.
Andere haben es längst vorgemacht. Wenn's um den Kampf gegen Kinderarbeit geht, ist Abkupfern durchaus erwünscht! Deshalb stellen wir Muster-Anträge bereit, an denen sich orientieren kann, wer vor Ort Druck machen will - Druck, damit möglichst viele Kommunen faire Kommunen werden!