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Was bedeutet "Faire Stadt"?

"Global denken - lokal handeln." Das ist das Motto der Agenda 21, eines Handlungskatalogs zur nachhaltigen Entwicklung des 21. Jahrhunderts. Auf der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro wurde dieser Katalog von über 170 Staats- und Regierungschefs beschlossen.

Einige Städte und Gemeinden haben sich zu global-ver­antwortlichem Handeln verpflichtet. Sie unterstützen und fördern den Fairen Handel. Sie berücksichtigen im städtischen Beschaffungs- und Vergabewesen die Kernarbeitsnormen der ILO, Sozialstandards sowie die UN-Kinderrechtskonvention.
In öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern, Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern werden Produkte angeboten, die fair gehandelt wurden. Arbeitskleidung, Lebensmittel, Sportgeräte, Spielzeug, aber auch Pflastersteine für die Bebauung der Stadt gehören dazu. Zusätzlich bieten einige Städte und Gemeinden Wegweiser an, welche Händler vor Ort ausweist, die fair gehandelte Produkte anbieten.

Ist Ihre Stadt „fair“?

Trotz der positiven Beispiele brauchen viele öffent­liche Einrichtungen noch Anstöße von außen, um sich mit den Möglichkeiten des fairen Beschaffungswe­sens zu befassen.
Hier sind Sie gefragt! Erkundigen Sie sich in Ihrem Rat nach der öffentlichen Beschaffung von Produkten - die öffentliche Hand ist der größte Konsument mit entsprechender Nachfragemacht.

Wirken Sie darauf ein, dass diese Macht verantwortungsbewusst genutzt wird.

Wenn Ihre Kommune noch nicht zu denen gehört, die gegen Kinderarbeit vorgehen, machen Sie Druck! Bringen Sie über Ihre Ratsfraktion Anträge in die Kommunalparlamente ein!